Amtsgericht Hamburg · HRB 164732 Willy-Brandt-Straße 67 · 20457 Hamburg
Sandtorkai TreuhandGmbH · Hamburg

Treuhand: Fremdes Vermögen sicher halten, bis die Bedingungen erfüllt sind

Wenn zwei Seiten dasselbe Ziel verfolgen, aber keine als Erste leisten will, tritt ein Treuhänder dazwischen. Wir halten Vermögen, Rechte und Beteiligungen im eigenen Namen, aber allein auf Rechnung des Treugebers. Jedes Mandat bekommt ein eigenes Treuhandkonto.

  • Offen ausgewiesenes Treuhandkonto je Mandat, getrennt vom Vermögen der Gesellschaft
  • Treugut ist in einer Insolvenz des Treuhänders aussonderungsfähig (§ 47 InsO)
  • Vor jedem Mandat: Identifizierung und Mittelherkunft nach Geldwäschegesetz
Kostenfreies Erstgespräch Rückmeldung in der Regel innerhalb eines Werktages
Andrea Wolf, Treuhand und Treuhandkonten der Sandtorkai Treuhand GmbH, an ihrem Schreibtisch in der Kanzlei
Rechtsgrundlage
Geschäftsbesorgung, § 675 BGB
Konto
eigenes Treuhandkonto je Mandat
Vor Übernahme
Identifizierung nach GwG
Rechenschaft
Belege und Berichte, § 666 BGB

Was Treuhand bedeutet

Nach außen hat der Treuhänder die volle Rechtsstellung. Er ist Kontoinhaber, Gesellschafter oder Eigentümer. Nach innen bindet ihn der Treuhandvertrag. Mit dem Treugut, so heißt das anvertraute Vermögen, darf er nur tun, was dort vereinbart ist. Rechtlich ist das eine entgeltliche Geschäftsbesorgung (§ 675 BGB). Steuerlich bleibt das Treugut beim Treugeber (§ 39 Abs. 2 Nr. 1 AO). Ob unser Steuerberater Dr. Ralf Schmidt die Erklärungen dazu übernimmt, regelt der Vertrag.

Je nach Zweck heißt die Treuhand anders. Bei der Sicherungstreuhand sichert Vermögen eine Forderung. Bei der Verwaltungstreuhand halten wir Anteile oder Vermögen für den Treugeber. Bei der Abwicklungstreuhand verwerten und verteilen wir Vermögen. Bei der Zahlungstreuhand verwahren wir einen Betrag, bis eine Bedingung eingetreten ist. Typische Anlässe: Mehrere Banken bündeln die Sicherheiten eines Unternehmens in einer Hand. Ein Investor lässt eine Beteiligung halten, bis Bedingungen erfüllt sind. Ein Kaufpreis fließt erst, wenn Übergabe und Freigaben belegt sind.

Der Vertrag regelt Gegenstand, Zweck, Weisungsrechte, Freigabebedingungen, Vergütung, Berichtsturnus und Laufzeit. Er regelt auch den Fall, dass die Beteiligten über den Eintritt der Bedingung streiten. Dann bleibt das Treugut auf dem Konto, bis eine übereinstimmende Weisung, ein Vergleich oder eine rechtskräftige Entscheidung vorliegt. Den Streit entscheiden wir nicht selbst. Betrifft der Vertrag GmbH-Anteile, muss ein Notar ihn beurkunden (§ 15 Abs. 4 GmbHG).

Warum das Treuhandkonto den Unterschied macht

Ein gewöhnliches Geschäftskonto gehört der Gesellschaft, die es führt. Bei einer Pfändung oder Insolvenz trifft das auch das Guthaben darauf. Ein offenes Treuhandkonto ist als solches gekennzeichnet. Die Bank weiß, dass das Guthaben fremdes Geld ist. Gerät der Treuhänder in die Insolvenz, kann der Treugeber das Treugut aus der Masse aussondern (§ 47 InsO). Dieser Schutz hängt an der Struktur und an lückenloser Dokumentation.

Bei uns hat jedes Mandat ein eigenes Treuhandkonto mit eigenem Aktenzeichen und einer festen Ansprechperson. Gelder verschiedener Mandate landen nie auf einem Sammelkonto. Kosten der Gesellschaft werden nie aus einem Treuhandkonto bezahlt. Kontoauszüge kommen im vereinbarten Turnus, auf Wunsch nach jeder Buchung. Das Mandat endet mit einer Schlussrechnung über jede Bewegung.

Rechtsgrundlagen § 47 InsO · Aussonderung des Treuguts · § 771 ZPO · Drittwiderspruchsklage bei Pfändung

Ein Treuhandmandat in fünf Schritten

  1. Rückmeldung meist innerhalb eines Werktages

    Anliegen und Konfliktprüfung

    Sie schildern uns die Konstellation. Wir prüfen zuerst, ob wir gegenüber allen Beteiligten neutral sind. Ein Mandat, in dem wir eine Seite bereits vertreten, lehnen wir ab. Freigegeben wird nur, wenn die Bedingungen nachweislich erfüllt sind, unabhängig davon, welche Seite die Vergütung zahlt.

  2. vor Vertragsschluss

    Identifizierung nach Geldwäschegesetz

    Treuhänder sind Verpflichtete nach § 2 Abs. 1 Nr. 13 GwG. Wir identifizieren Treugeber und wirtschaftlich Berechtigte und klären, woher das Geld stammt. Bei einer Beteiligungstreuhand ist der Treugeber dem Transparenzregister zu melden. Bleibt der Hintergrund unklar, kommt das Mandat nicht zustande.

  3. schriftlich, bei GmbH-Anteilen notariell

    Treuhand­vertrag

    Wir entwerfen den Vertrag mit Ihnen und sprechen unklare Klauseln vor der Unterschrift an. Die meisten Streitigkeiten entstehen aus Lücken im Vertrag, nicht aus bösem Willen.

  4. eigenes Konto je Mandat

    Konto und Übertragung

    Die Bank braucht für das Treuhandkonto meist einige Werktage. Sie erhalten Kontoverbindung, Aktenzeichen und Ansprechperson schriftlich. Danach gehen Vermögen, Rechte oder Anteile auf uns über. Den Eingang bestätigen wir.

  5. Turnus nach Vertrag

    Verwaltung, Freigabe, Schlussrechnung

    Jede Buchung ist belegt. Berichte kommen ohne Nachfrage. Weisungen, die dem Vertrag widersprechen oder Dritte schädigen würden, führen wir nicht aus und begründen das schriftlich. Liegen die Nachweise vor, geben wir frei und zahlen an die Berechtigten aus.

Treuhand heißt für uns: ein fester Platz, an dem fremdes Gut liegt, bis die Papiere stimmen. Getrennt vom eigenen Vermögen, mit Rechenschaft über jeden Euro.

Tim Kristian Bütecke, Geschäftsführer und Insolvenzverwalter
Andrea Wolf – Treuhand & Treuhandkonten, Sandtorkai Treuhand GmbH
Ihre Ansprechperson · Treuhand & Treuhandkonten

Andrea Wolf

Andrea Wolf führt die Treuhandkonten und ist für jedes Mandat die feste Ansprechperson, von der Kontoeröffnung bis zur Schlussrechnung.

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Passt Ihre Konstellation zu einer Treuhand? Schildern Sie uns in wenigen Sätzen, wer was hält und unter welcher Bedingung übergeben werden soll. Das erste Gespräch kostet nichts und bleibt vertraulich.